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Jugendkriminalität ist endlich Chefsache

Die Meldungen von überfallenen Schülern halten Halle weiterhin im Griff. Die gute Nachricht ist: Das Problem ist endlich auch in der Stadtspitze angekommen. Endlich werden weitere Schritte eingeleitet, um unsere Schulwege in Halle wieder sicherer zu machen. So ist die Polizei jetzt angewiesen, verstärkt an Schulwegen Kontrollen durchzuführen und mögliche Taten zu verhindern. Nach über einem Jahr ein überfälliger Schritt. Viele Schüler und Eltern haben immer noch große Sorgen. Die Angst, Taten zur Anzeige zu bringen und dann zum Ziel von Racheakten zu werden, ist real und nicht wegzureden. Was Opfer jetzt brauchen, ist eine anonyme Anlaufstelle. Diese Anlaufstelle, welche auch als Antrag von uns im Stadtrat eingebracht wurde, soll auch Angestellte in allen Fachbereichen darauf sensibilisieren, Hinweise von Bürgern zum Thema der Jugendkriminalität zu melden. Auch wenn die aktuelle Priorität des Opferschutzes und der Täterfindung sein muss, so müssen wir uns aber auch die Frage stellen, wie wir dem Problem in Zukunft begegnen wollen. Als FDP-Fraktion forderten wir bereits die Auflösung von Schulbezirken, um die Situation von Schulen mit hohem Migrationsanteil zu verbessern. So könnten wir den hohen Druck und die Integrationsarbeit auf mehrere Schulen in Halle verteilen und so eine bessere Schulqualität für alle Schüler schaffen. Prioritäten müssen jedoch auch anders gesetzt werden. Zwar sind die Ausgaben für Schulsanierungen in Halle höher im Haushalt angesetzt, aber wir können auch hier noch viel mehr erreichen. Für uns gilt: Die besten Schulen in die schwierigsten Stadtteile. Nur so können wir Kindern ihre gerechten Zukunftschancen geben und dafür sorgen, dass sie auch in einem Umfeld aufwachsen können, was ihnen gerecht wird.